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Buchrezension:„Feldbestimmungsschlüssel für die Moose Deutschlands, Österreichs und der Schweiz“ von Ruprecht Düll & Barbara Düll-Wunder

Zur Bestimmung von Moosen gibt es im deutschsprachigen Raum kaum aktuelle Literatur. Alte Standardwerke wie die „Moosflora“ (Frahm & Frey) oder „Die Moose Baden-Württembergs“ (Hrsg. Nebel & Philippi) wurden seit über 20 Jahren nicht mehr neu aufgelegt und sind nur noch antiquarisch zu teils horrenden Preisen erhältlich.

Ob der „Feldbestimmungsschlüssel für die Moose Deutschlands, Österreichs und der Schweiz“ von Düll & Düll-Wunder diese Lücke schließen kann, ist fraglich.
Der Schlüssel arbeitet teils mit Merkmalen, die im Feld mit einer Einschlaglupe schwer zu erkennen sind. Leider fehlen Erläuterungen zu den verwendeten Fachbegriffen oder Piktogramme zu den Merkmalen, der Schlüssel ist daher für Anfänger*innen in der Moosbestimmung kaum geeignet. An vielen Stellen gelangt der Schlüssel nur bis zur Gattungebene (u.A. Sphagnum). Nähere Erläuterungen oder Abbildungen der Arten sind nur im Hauptwerk „Die Moose Mitteleuropas – Bestimmung und Beschreibung der wichtigsten Arten“ (Düll & Düll-Wunder) enthalten. Dort finden sich dann auch eine ausführliche Einleitung sowie gut ausgearbeitete Artportraits mit ausführlichen Angaben zu Verbreitung, Ökologie und Taxonomie der Arten.

In der dritten Auflage „Die Moose Mitteleuropas – Bestimmung und Beschreibung der wichtigsten Arten“ von Düll & Düll-Wunder, erschienen 2022, wurde der Bestimmungsschlüssel aus der zweiten Auflage übernommen – ohne Überarbeitung oder Anpassung der Seitenzahlverweise. Dieser Feldbestimmungsschlüssel ist nun die Anpassung des Schlüssels an die dritt Auflage. Nichtsahnende Käufer*innen dieser Auflage müssen also einen fehlerhaften Schlüssel in Kauf nehmen, oder den „Feldbestimmungsschlüssel“ für weitere 14,95€ erwerben. Als guter Feldbestimmungsschlüssel erfreut sich der Field Guide der British Bryological Society großer Beliebtheit – Zurecht, denn hier werden nur mit bloßem Auge oder Einschlaglupe erkennbare Merkmale abgefragt und Fachbegriffe mit Piktogrammen erläutert.

Buchrezension: Pflanzen bestimmen nach Tabellen – Der sichere Einstieg

Von Otto Schmeil, 126. Auflage, bearbeitet von Michael Koltzenburg

Von Julia

Das kleine Heftchen: Pflanzen bestimmen nach Tabellen besticht durch sein kompaktes Format und kann so problemlos in fast jeder Tasche mitgenommen werden. Doch ermöglicht es tatsächlich den versprochenen sicheren Einstieg?

Das Heft erscheint bereits in der 126. Auflage und orientiert sich an dem Bestimmungsbuch „Schmeil-Fitschen: Die Flora Deutschlands und angrenzender Länder“. Auf 80 Seiten finden sich eine Übersichtstabelle die zu sechs weiteren Tabellen führt, sowie ein Teil mit den wichtigsten Familien aufgeteilt nach Pteridophyten, Gymnospermen und Angiospermen. Dadurch ist es sowohl möglich, ohne Idee eine unbekannte Art zu bestimmen, als auch direkt bei der vermuteten Familie anzufangen. Es gibt aber teilweise auch Doppelungen zwischen den Teilen und nicht immer ermöglicht der folgende Teil eine genauere Bestimmung. Insgesamt können über 250 Arten bestimmt werden und die Auswahl der Arten beinhaltet größtenteils die Auswahl für die Zertifikatsprüfungen Feldbotanik Bronze.

Positiv hervorzuheben ist die kurze Einführung, in der die wichtigsten Begrifflichkeiten auf sechs Seiten erklärt werden, ohne Leser*innen direkt mit viel Theorie abzuschrecken. Das Heft eignet sich sehr gut dazu, gefundene Arten bis auf Gattungsebene zu bestimmen und die häufigsten Arten lassen sich auch bis auf Artebene bestimmen. Seltene Arten sind nicht immer enthalten, aber darauf wird im Vorwort auch verwiesen und ist bei dem kompakten Format auch nicht anders zu erwarten. Um sicherzugehen, dass nicht mit einer seltenen Schwesternart vertauscht wird, müsste also immer noch ein umfassenderes Begleitbuch mitgenommen werden.

Wie bei anderen Büchern auch, werden erst viele Sondermerkmale von einzelnen Arten abgefragt, bevor es zu den Merkmalen von Gattungen kommt. Dadurch sind die ersten Bestimmungen etwas mühselig. Die 166 sehr detailgetreuen Schwarz-Weiß Zeichnungen zeigen jeweils nur einzelne Merkmale. Hier empfiehlt es sich also ebenfalls, ein ergänzendes Buch mit Zeichnungen oder Fotos der ganzen Pflanzen zur Überprüfung zu nutzen, ob die entschlüsselte Art zum betrachteten Exemplar passt. Teilweise werden Merkmale abgefragt, die nur zu bestimmten Zeiten, wie nach der Blüte, erkennbar sind. Außerdem gibt es auf Seite T26 einen Fehler in der Nummerierung: das erste 75 und 76 muss 71 und 72 heißen.

Insgesamt ist das Buch für einen allerersten Einstieg in die dichotome Bestimmung insbesondere häufiger Arten geeignet, stößt aber schnell an seine Grenzen und sollte durch weitere Bestimmungsliteratur ergänzt werden.

Buchrezension: „Die Geschichte der Botanik“

Von Rhea

„Die Geschichte der Botanik“ ist eine deutsche Übersetzung aus dem Englischen und in 6 Kapitel gegliedert, welche zeitlich von der Antike bis in die Gegenwart reichen. Im Buch werden neben der europäischen Geschichte auch andere Regionen betrachtet und historische Gegebenheiten aus heutiger Sicht eingeordnet und bewertet.

Aus persönlichem Interesse hat mich besonders gefreut, dass auch kleine Einblicke in die Geschichte der Mykologie (Pilzkunde) gegeben werden, da Pilze lange Zeit als Pflanzen galten. Einen großen Anteil der knapp 300 Seiten nehmen Abbildungen ein, welche unter anderem wichtige Persönlichkeiten, Gemälde und Zeichnungen oder auch Herbarbelege zeigen. Diese Abbildungen sind sehr schön anzuschauen und geben schnell ein Gefühl für die jeweilige Zeit und auch deren Faszination für die Botanik.

Ich kann dieses Buch allen Empfehlen, die Interesse an der Geschichte der Botanik haben, da diese in diesem Werk sehr gut aufbereitet und illustriert ist.

Fry, Carolyn; Wayland, Emma (2025): Die Geschichte der Botanik in 300 Büchern. Haupt-Verlag. 1. Auflage. 272 S.

Seminar auf Hallig Hooge

Im September diesen Jahres haben wir ein sehr schönes Seminar auf Hallig Hooge verbracht. Vom 20. bis 28. haben wir eine Woche lang die Hallig unsicher gemacht und sehr viel erleben, entdecken und kennenlernen können. Das Wetter war anfangs super und wurde dann immer wechselhafter bis es am Abfahrtstag teilweise in strömen regnete.
Mit mal mehr und mal weniger Leuten waren wir vor Ort und eine tolle, bunt durchmischte Gruppe. Untergekommen sind wir im Seminarhaus der Schutzstation Wattenmeer,

GEO-Tag der Natur in Göttingen 2018

Am 17. Juni 2018 trafen sich mehr als 35 Teilnehmer*innen zum 20. Geo-Tag der Natur auf dem Kerstlingeröder Feld. Eingeladen hatten die drei Naturschutzverbände BSG, BUND und DJN, um zusammen mit zahlreichen Expert*innen die heimische Natur zu erkunden. In diesem wertvollen Naturschutzgebiet sollten Pflanzen, Vögel und Insekten entdeckt und gelistet werden.

Dabei wurden in kürzester Zeit 247 Pflanzenarten notiert, davon 10 Arten der Roten Liste Niedersachsen. Unter 14 gelisteten Vogelarten war auch der gefährdete Neuntöter und bei den Schmetterlingen von 21 entdeckten Arten allein 10 auf der Roten Liste Niedersachsen.

Kaiserstuhlseminar 2018

Kaiserstuhl-Seminar vom 05.- 12.08.2018

Wann: 05. – 12. August 2018
Wo: Oberbergen
Was: Möchtest du diesen Sommer garantiert Sonne haben? Dann entdecke mit uns den Kaiserstuhl! Ein Mittelgebirge vulkanischen Ursprungs, die wärmste Gegend Deutschlands mit Trockenrasen, Hohlwegen, Eichenwäldern, natürlichen Thermalquellen, Steinbrüchen… Wir werden die Umgebung erkunden, die aufgrund ihrer Besonderheit viele wärmeliebende Arten wie Flaumeiche, Gottesanbeterin, Bienenfresser und einiges mehr beherbergt. Freue dich auf ein gemütliches Beisammensein in Oberbergen mitten im Kaiserstuhl, gemeinsames Kochen und abends Gitarre spielen.

Steinhuder Meer

Wochenendexkursion vom 1.6. bis zum 3.6. 2018

Wir zelten direkt am Steinhuder Meer (bei Hannover) und erkunden mit dem Fahrrad die Gegend. Rund um den See gibt es mehrere Naturschutzgebiete, die entdeckt werden wollen. Im Meerbruch schauen wir bei den See- und Fischadlern vorbei und beobachten Limikolen, Enten, aber auch Libellen und richten unsere Blicke auch mal vom Himmel weg, um uns die Pflanzenwelt am Steinhuder Meer nicht entgehen zu lassen. Im Toten Moor sehen wir mit Glück Ziegenmelker und Waldschnepfe, können aber auf jeden Fall den Unterschied zwischen Hoch- und Niedermoor erleben. Außerdem beschäftigen wir uns mit dem Thema Moornutzung und Moorschutz in Niedersachsen. An den Abenden lassen wir gemütlich den Tag ausklingen, kochen und singen gemeinsam.

Flechtenseminar

Flechtenseminar vom 12. bis 14.10.2018

Wann: 12. – 14. Oktober 2018
Wo: Bonn
Was: Von Streuselkuchen bis Kaugummi…
Gemeinsam tauchen wir ein in die faszinierende Welt der Flechten.
Wir bekommen eine Einführung in die Morphologie und Biologie der Flechten und wollen unsere Kenntnisse im Feld anwenden, um einzelne Arten zubestimmen.

Herbstseminar im Taunus

Wann: 30.09.- 03.10.
Wo: Taunus
Was: Hast du Lust mit uns den Taunus zu erkunden? Wir werden mitten auf dem Taunuskamm im Taunusobservatorium übernachten. Vor Ort suchen wir Tagsüber in den umliegenden Wälder nach Allerlei (Ich habe gehört um die Jahreszeit sollen die Pilze sprießen…). Die Natur der ersten Herbsttage will entdeckt werden. Nachts können wir bei Sternenhimmel am Lagerfeuer den Tag ausklingen lassen. Je nach Lust, Laune und Wetter werden wir auch das wieder aufgebaute Römerkastell Saalburg besichtigen, aus den Äpfeln der hiesigen Streuobstwiesen Apfelgelee kochen, oder kleinen naturkundlichen Vorträge lauschen.
Alle haben die Möglichkeit das Programm mitzugestalten. Sei es durch eigenes Wissen, gute Laune oder durch einen kleinen naturkundlichen Vortrag.

Anmeldung und Infos bis 16.09.:
Bei Hannes und Enno

Sommerlager auf Amrum

10 Tage Natur entdecken an der Nordsee vom 12.08. bis zum 22.8.

Wann: 12.08. – 22.8. 2016
Was: Vögel beobachten, Salzwiesen, Dünen und Heide erkunden, durchs Watt wandern und natürlich Sommersonne, Strand und Meer genießen! Dies und vieles mehr haben wir vor, wenn wir im August für 10 Tage unser Lager auf Amrum, der schönsten Nordsee-Insel, aufschlagen 🙂

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