Biodiversität ist eine wichtige Grundlage für die Landwirtschaft, z.B. durch die Bestäubungsleistung. Gleichzeitig ist die biologische Vielfalt, wie wir sie heute in Mitteleuropa kennen, überhaupt erst durch kleinteilige, vielfältige landwirtschaftliche Nutzung entstanden. Doch die Änderung der Landwirtschaft führte durch Überdüngung, Nutzung von Pestiziden und immer größeren Feldern mit weniger diversen Strukturen und Zufluchtsorten wie Hecken und Blühstreifen zu einer sinkenden Biodiversität.
Gleichzeitig gehen jedes Jahr Millionen Hektar fruchtbarer Boden verloren – durch Versiegelung, z.B. um Straßen und Städte zu bauen, aber auch durch erosionsfördernde Intensivlandwirtschaft. Das ist ein großes Problem, besonders, weil Boden knapp und wertvoll ist. Reichere Länder wie Deutschland verbrauchen mehr Ackerland, als ihnen rechnerisch zusteht: weltweit hätte jeder Mensch etwa 2000 m² Ackerfläche für Ernährung und Co zur Verfügung – in der EU verbraucht jede*r aber im Schnitt 2.700 m² Anbaufläche. Diese fehlt dann anderen Menschen zur Ernährung – oder es werden auf Kosten der Biodiversität Wälder gerodet, Felder intensiver bewirtschaftet usw.
Ein Video zu unserem Seminar inklusive einiger Erkenntnisse.
Videoaufnahmen und Schnitt: Eike Plhak.