Buchrezension: Vogelspuren – Entdecken und verstehen

Das Buch „Vogelspuren – Entdecken und verstehen“ von Andreas Wenger ist ein empfehlenswertes Werk, sowohl für den Einstieg in die Bestimmung als auch zur Vertiefung vorhandener Kenntnisse zu Vogelspuren aller Art- aber nicht aller Arten.

Der Autor hat sich intensiv mit diesem Thema auseinandergesetzt, eigene Untersuchungen durchgeführt und nun die Ergebnisse in diesem Buch in verständlicher, übersichtlicher Form aufbereitet.

Das Buch beginnt mit nützlichen Hinweisen zur grundsätzlichen Herangehensweise an die Bestimmung von Vogelspuren. Dabei wird deutlich, dass kaum Vorkenntnisse benötigt werden und es trotzdem fachlich in die Tiefe geht. Der Einleitungsteil erläutert wichtige Grundlagen und Fachbegriffe im Detail, darunter anatomische Zusammenhänge, Einteilungen von Trittsiegeln und Gangarten, aber auch Fraßspuren, Exkremente und Gewölle. Der Schwerpunkt des Buches liegt auf den Trittsiegeln der Vögel. Damit schafft das Buch eine Grundlage für das Verständnis der folgenden Kapitel zu den einzelnen Ordnungen und Familien.

In diesen Kapiteln werden die charakteristischen Merkmale der Trittsiegel und Gangarten, sowie weitere Spurenformen beschrieben. Abbildungen mit Umrisslinien sowie Darstellungen von Ballenmuster und Winkeln veranschaulichen die Beschreibungen. Verweise auf Verwechslungsmöglichkeiten und Tabellen mit Messwerten für einzelne Arten runden die Kapitel ab. Bei einem Umfang von rund 460 Seiten können jedoch nicht die Spuren sämtlicher Vogelarten ausführlich beschrieben und abgebildet werden.

Insgesamt bietet das Buch einen beeindruckenden Einblick in die faszinierende Welt der Vogelspuren und ist damit empfehlenswert für alle, die sich mit der Bestimmung der Spuren beschäftigen wollen.

Buchrezension:„Feldbestimmungsschlüssel für die Moose Deutschlands, Österreichs und der Schweiz“ von Ruprecht Düll & Barbara Düll-Wunder

Zur Bestimmung von Moosen gibt es im deutschsprachigen Raum kaum aktuelle Literatur. Alte Standardwerke wie die „Moosflora“ (Frahm & Frey) oder „Die Moose Baden-Württembergs“ (Hrsg. Nebel & Philippi) wurden seit über 20 Jahren nicht mehr neu aufgelegt und sind nur noch antiquarisch zu teils horrenden Preisen erhältlich.

Ob der „Feldbestimmungsschlüssel für die Moose Deutschlands, Österreichs und der Schweiz“ von Düll & Düll-Wunder diese Lücke schließen kann, ist fraglich.
Der Schlüssel arbeitet teils mit Merkmalen, die im Feld mit einer Einschlaglupe schwer zu erkennen sind. Leider fehlen Erläuterungen zu den verwendeten Fachbegriffen oder Piktogramme zu den Merkmalen, der Schlüssel ist daher für Anfänger*innen in der Moosbestimmung kaum geeignet. An vielen Stellen gelangt der Schlüssel nur bis zur Gattungebene (u.A. Sphagnum). Nähere Erläuterungen oder Abbildungen der Arten sind nur im Hauptwerk „Die Moose Mitteleuropas – Bestimmung und Beschreibung der wichtigsten Arten“ (Düll & Düll-Wunder) enthalten. Dort finden sich dann auch eine ausführliche Einleitung sowie gut ausgearbeitete Artportraits mit ausführlichen Angaben zu Verbreitung, Ökologie und Taxonomie der Arten.

In der dritten Auflage „Die Moose Mitteleuropas – Bestimmung und Beschreibung der wichtigsten Arten“ von Düll & Düll-Wunder, erschienen 2022, wurde der Bestimmungsschlüssel aus der zweiten Auflage übernommen – ohne Überarbeitung oder Anpassung der Seitenzahlverweise. Dieser Feldbestimmungsschlüssel ist nun die Anpassung des Schlüssels an die dritt Auflage. Nichtsahnende Käufer*innen dieser Auflage müssen also einen fehlerhaften Schlüssel in Kauf nehmen, oder den „Feldbestimmungsschlüssel“ für weitere 14,95€ erwerben. Als guter Feldbestimmungsschlüssel erfreut sich der Field Guide der British Bryological Society großer Beliebtheit – Zurecht, denn hier werden nur mit bloßem Auge oder Einschlaglupe erkennbare Merkmale abgefragt und Fachbegriffe mit Piktogrammen erläutert.

Buchrezension: Pflanzen bestimmen nach Tabellen – Der sichere Einstieg

Von Otto Schmeil, 126. Auflage, bearbeitet von Michael Koltzenburg

Von Julia

Das kleine Heftchen: Pflanzen bestimmen nach Tabellen besticht durch sein kompaktes Format und kann so problemlos in fast jeder Tasche mitgenommen werden. Doch ermöglicht es tatsächlich den versprochenen sicheren Einstieg?

Das Heft erscheint bereits in der 126. Auflage und orientiert sich an dem Bestimmungsbuch „Schmeil-Fitschen: Die Flora Deutschlands und angrenzender Länder“. Auf 80 Seiten finden sich eine Übersichtstabelle die zu sechs weiteren Tabellen führt, sowie ein Teil mit den wichtigsten Familien aufgeteilt nach Pteridophyten, Gymnospermen und Angiospermen. Dadurch ist es sowohl möglich, ohne Idee eine unbekannte Art zu bestimmen, als auch direkt bei der vermuteten Familie anzufangen. Es gibt aber teilweise auch Doppelungen zwischen den Teilen und nicht immer ermöglicht der folgende Teil eine genauere Bestimmung. Insgesamt können über 250 Arten bestimmt werden und die Auswahl der Arten beinhaltet größtenteils die Auswahl für die Zertifikatsprüfungen Feldbotanik Bronze.

Positiv hervorzuheben ist die kurze Einführung, in der die wichtigsten Begrifflichkeiten auf sechs Seiten erklärt werden, ohne Leser*innen direkt mit viel Theorie abzuschrecken. Das Heft eignet sich sehr gut dazu, gefundene Arten bis auf Gattungsebene zu bestimmen und die häufigsten Arten lassen sich auch bis auf Artebene bestimmen. Seltene Arten sind nicht immer enthalten, aber darauf wird im Vorwort auch verwiesen und ist bei dem kompakten Format auch nicht anders zu erwarten. Um sicherzugehen, dass nicht mit einer seltenen Schwesternart vertauscht wird, müsste also immer noch ein umfassenderes Begleitbuch mitgenommen werden.

Wie bei anderen Büchern auch, werden erst viele Sondermerkmale von einzelnen Arten abgefragt, bevor es zu den Merkmalen von Gattungen kommt. Dadurch sind die ersten Bestimmungen etwas mühselig. Die 166 sehr detailgetreuen Schwarz-Weiß Zeichnungen zeigen jeweils nur einzelne Merkmale. Hier empfiehlt es sich also ebenfalls, ein ergänzendes Buch mit Zeichnungen oder Fotos der ganzen Pflanzen zur Überprüfung zu nutzen, ob die entschlüsselte Art zum betrachteten Exemplar passt. Teilweise werden Merkmale abgefragt, die nur zu bestimmten Zeiten, wie nach der Blüte, erkennbar sind. Außerdem gibt es auf Seite T26 einen Fehler in der Nummerierung: das erste 75 und 76 muss 71 und 72 heißen.

Insgesamt ist das Buch für einen allerersten Einstieg in die dichotome Bestimmung insbesondere häufiger Arten geeignet, stößt aber schnell an seine Grenzen und sollte durch weitere Bestimmungsliteratur ergänzt werden.

Buchrezension: „Die Geschichte der Botanik“

Von Rhea

„Die Geschichte der Botanik“ ist eine deutsche Übersetzung aus dem Englischen und in 6 Kapitel gegliedert, welche zeitlich von der Antike bis in die Gegenwart reichen. Im Buch werden neben der europäischen Geschichte auch andere Regionen betrachtet und historische Gegebenheiten aus heutiger Sicht eingeordnet und bewertet.

Aus persönlichem Interesse hat mich besonders gefreut, dass auch kleine Einblicke in die Geschichte der Mykologie (Pilzkunde) gegeben werden, da Pilze lange Zeit als Pflanzen galten. Einen großen Anteil der knapp 300 Seiten nehmen Abbildungen ein, welche unter anderem wichtige Persönlichkeiten, Gemälde und Zeichnungen oder auch Herbarbelege zeigen. Diese Abbildungen sind sehr schön anzuschauen und geben schnell ein Gefühl für die jeweilige Zeit und auch deren Faszination für die Botanik.

Ich kann dieses Buch allen Empfehlen, die Interesse an der Geschichte der Botanik haben, da diese in diesem Werk sehr gut aufbereitet und illustriert ist.

Fry, Carolyn; Wayland, Emma (2025): Die Geschichte der Botanik in 300 Büchern. Haupt-Verlag. 1. Auflage. 272 S.

Buchrezension: „Der Goldschakal- ein Wildtier breitet sich in Europa aus“

Von Rhea

Das Buch „Der Goldschakal“ gibt einen sehr guten Überblick über den Stand des Wissens über den Goldschakal und seinen möglichen Einfluss auf europäische Ökosysteme. Die Autoren wählen einen sachlichen Ansatz, mit der Zielsetzung durch wissenschaftliche Studien belegte Fakten darzustellen, welche einen Einblick in die Lebensweise und seine Bedeutung im Ökosystem geben. Es werden auch Erfahrungen zum Umgang mit dem Goldschakal in Landnutzungskonflikten geteilt, welche eine Basis für Diskussionen für den weiteren Umgang darstellen können. Die Informationen werden im Text mit Quellen belegt und mit ausgewählten Diagrammen und vielen Fotos visualisiert. Der Anteil Fotos zu Text ist recht hoch, so macht es aber auch viel Spaß einfach mal durchzublättern und reinzulesen. Besonders gut hat mir beim Lesen gefallen, dass eine gute Mischung aus leicht verständlicher Sprache und Fachausdrücken gefunden wurde, welche stets erklärt werden. Das Buch ist somit sowohl für den interessierten Laien als auch für Menschen vom Fach interessant.

Derron-Hilfiker, Daniela; Hartlauf, Jennifer und Böcker, Felix (2025): Der Goldschakal- ein Wildtier breitet sich in Europa aus. Haupt Verlag. 1. Auflage. 189 S.

Buchrezension: „Queer- Sex und Geschlecht in der Welt der Tiere und Pflanzen“ von Josh L. Davis

Von Anna-Lena

Das Buch „Queer- Sex und Geschlecht in der Welt der Tiere und Pflanzen“ von Josh L. Davis hält, was es verspricht. Auf 120 Seiten erhält man zahlreiche spannende Einblicke in die Tier- und Pflanzenwelt, die zeigen, dass Entwicklung und Ausprägung von Geschlecht und Sexualität so viel vielfältiger und bunter sind, als man das auf den ersten Blick glaubt. Die erste deutsche Auflage erschien 2025 im Haupt-Verlag.

Das Buch ist in 30 Kapitel unterteilt, wovon jedes eine Art und einen Aspekt von Geschlecht bzw. Sexualität genauer unter die Lupe nimmt.  Die Themen reichen dabei von umweltabhängiger Geschlechtsentwicklung über Homosexualität bis hin zu temporärem Geschlecht. Und auch artentechnisch wird ein umfassendes Bild gemalt: Egal ob Fische, Vögel, Bäume, Reptilien, Insekten oder Säugetiere -überall im Stammbaum gibt es spannende Geschichten zu entdecken. Besonders schön finde, ich dass nicht nur exotische Arten vorgestellt werden, sondern auch Tiere und Pflanzen, die uns im Alltag über den Weg laufen.

Jedes Kapitel umfasst vier Seiten inklusive Illustrationen und damit eine gute Länge, um einen umfassenden Einblick in die Lebensweise der Art zu erhalten. Da die Kapitel in sich geschlossen sind, kann man direkt bei dem Thema, was gerade am meisten anspricht einsteigen. Der Autor schafft es dabei die zum Teil sehr komplexen Mechanismen anschaulich zu beschreiben, ohne aber zu sehr zu vereinfachen. Auch in der Verwendung von Fachbegriffen findet er einen guten Mittelweg: Vorwissen ist nicht erforderlich, notwendige Begriffe werden eingeführt, und für diejenigen, die sich mit den wissenschaftlichen Hintergründen noch intensiver auseinandersetzten wollen, gibt es am Ende des Buches zu jedem Kapitel weiterführende Literatur.

Wie bereits zu Beginn klargestellt wird, ist dieses Buch „kein Versuch einer Rechtfertigung für Queerness […], da dies keiner Rechtfertigung bedarf“. Es ist ganz einfach eine Hommage an den unglaublichen Einfallreichtum der Natur, und ich kann es allen empfehlen, die diese Faszination teilen.

Osterkongress 2026

Der diesjährige Osterkongress fand vom 30.Mai -6.April 2026 in der Walddorfschule Flensburg statt.

Die Woche war gespickt von Bestimmungsnachmittagen, Entsockung und einigen spektakulären Exkursionen wie an die Geltinger Bucht, die Langweile Aue sowie in ein Moorgebiet begleitet von einem alten DJN-Mitglied.

Beobachtungen, …

  • Bei einer Fahrradexkursion an die Beltinger Bucht konnten wir viele Weißwangengänse beobachten, Austernfischer, Kormorane, Grünschenkel.. auf dem Weg zur Spitze der Bucht
    fanden wir auch ein kleines Gewässer mit viel Totholz, vielen Baumpilzen, einigen Moosen wie das Mnium Hornum. An einem kleinen Strandabschnitt eine Wolfsspinne, viele
    Springschwänze und auch Rinder, zwischen deren Weiden unser Weg zurück führte.
  • Bei einer Führung von einem altem, Flensburger DJN-ie wurden uns die Moorflächen nähergebracht und wir bekamen spannende Einblicke in dessen Geschichte.
  • Neben der Hauptvorstandssitzung gab es außerdem die Möglichkeit, die „Windsbraut“ zu besuchen. Einen Traditionssegler, auf dem wir schon oft sehr schöne Stunden auf unseren Segelseminaren hatten.
  • Außerdem fand die alljährliche „Aussockung“ statt, bei der DJNies, welche älter als 27 Jahre sind, verabschiedet werden. Verpackt wurde dies in einen Bunten Abend mit lustigen Sketches und vielen lieben Worten.
  • Außerdem bereiteten“Alte Socken“ bereiteten eine Rallye vor, bei der wir im Gelände um die Walddorfschule Hinweise suchen mussten und knifflige Fragen lösen. Auch botanische/artenkundliche Entdeckungen wurden in die Gewinnerauswahl einbezogen.

Unsere prägnanten/besonderen Beobachtungen:

  • Agrobacterium radiobacter
  • Glocken-Heide erica tetralix
  • Rosmarinheide Andromeda polifolia
  • Moorfrosch rana arvalis
  • Gewöhnliche Moosbeere Vaccinium oxycoccos
  • Österreichischer Kelchbecherling Sarcosyphia austriaca
  • …

(Bilder von Alisa Schubert und Alexis Tinker-Tsavalas)

Jahresprogramm 2026

Unser Jahresprogramm für 2026 ist vorläufig nun auch hier einzusehen bis die neue Website erscheint!

Wir freuen uns dich auf einem Seminar zu sehen 🙂

Die Anmeldung findest du unter kalender.naturbeobachtung.de

Empfehlenswerte Vogelbeobachtungsplätze in Deutschland – 87 Hotspots zwischen Duisburg, Dresden und München

Von Anne

In diesem Buch werden für die Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Sachsen empfehlenswerte Vogelbeobachtungsplätze vorgestellt. Dabei umfasst eine Empfehlung im Regelfall 4-6 Seiten mit Text über die Landschaftsgeschichte und Lebensräume, besondere Vogelarten und Reisezeit, Beobachtungsmöglichkeiten und teilweise noch weitere Freizeitmöglichkeiten oder ein Blick in die Umgebung. Dazu gibt es eine Tabelle mit typischen Vogelarten, deren Status und günstige Beobachtungszeiten. Ergänzt ist eine Empfehlung mit Informationen zur Anfahrt (inklusive GPS), Verweise auf Literatur und Infomaterial und einer Karte, in der das Gebiet und/oder die Umgebung dargestellt ist. Außerdem enthält ein Kapitel Bilder typischer Arten und des Gebiets.

In diesem Buch wurden aktiv Beobachtungsplätze für seltenere Arten vorgestellt. Somit ist dieses Buch gut geeignet für Menschen, die bestimmte, etwas seltenere Arten beobachten wollen. Dafür ist hinten im Buch auch eine Übersicht eingebaut, in der die Beobachtungsplätze für bestimmte Arten gefunden werden können.

Insgesamt gibt das Buch eine gute Übersicht über einzelne Gebiete, mit empfohlenen Routen und gut recherchierten weiterführenden Informationen (soweit ich das für die mir bekannten Gebiete beurteilen kann). Es sind ungleich viele Empfehlungen pro Bundesland, und nicht korrespondierend zur Größe. Natürlich wurde versucht, die besten Gebiete in diesem Buch vorzustellen, aber eine etwas ausgeglichenere Aufteilung hätte mir besser gefallen, da nicht alle Menschen durch ganz Süd- und Mitteldeutschland reisen können, sondern vielleicht eher einzelne Bundesländer erkunden möchten.

Der größte Mangel für mich ist die Qualität der Karten. Die Übersichtskarten über die Bundesländer sind übersichtlich, persönlich hätte ich eine naturräumliche Karte bevorzugt. Auch sind Städte oder Regionen willkürlich erscheinend farblich hervorgehoben und andere nicht. Die Karten für die einzelnen Beobachtungsempfehlungen variieren stark, mit verschiedenen Kartentypen, Layouts, mit oder ohne Route und weiteren Unterschieden. Bei Verwendung einzelner Karten stört das weniger, aber beim Durchlesen kann es irritieren und hindert das Kartenverständnis. Außerdem haben die Karten so sehr verschiedene Qualitäten.

Insgesamt würde ich das Buch somit Menschen empfehlen, die aktiv bestimmte Vogelarten beobachten wollen. Aber es ist weniger dafür geeignet, die Umgebung vor der eigenen Haustüre bzw. eine ganze Region zu erkunden, da aufgrund der großen Abdeckung nur eine begrenzte Anzahl an Empfehlungen möglich ist. Das Buch sehr gut recherchiert und unterstützt in der Erkundung unbekannter Gebiete, allerdings sollte man sich nicht darauf limitieren.

Empfehlenswerte Vogelbeobachtungsplätze in Deutschland- 104 Hotspots zwischen Flensburg, Osnabrück und Cottbus

Von Rhea Herpel

Das Buch „Empfehlenswerte Vogelbeobachtungsplätze in Deutschland – Band Nord“ ist ein umfassendes, klar strukturiertes Werk, das alles bietet, um einen ornithologischen Ausflug zu planen, die eigene Region neu zu entdecken oder gezielt nach bestimmten Arten zu suchen.

Zu Beginn findet sich ein übersichtliches Inhaltsverzeichnis der Beobachtungsplätze in den behandelten Bundesländern. Anschließend werden die einzelnen Orte prägnant, aber dennoch ausführlich vorgestellt.

Die Beobachtungsplätze werden in ihren naturräumlichen Kontext eingeordnet, die jeweiligen Lebensräume treffend charakterisiert und die dort vorkommenden besonderen Vogelarten mitsamt den optimalen Beobachtungszeiten klar und übersichtlich aufgeführt. Wirklich tolle Bilder und detailreiche Karten ergänzen die Beschreibungen und machen schon das bloße Durchblättern des Buches zu einem Vergnügen.

Zusätzlich enthält das Buch praktische Hinweise zu Übernachtungsmöglichkeiten, GPS-Daten sowie Anfahrtsbeschreibungen – erfreulicherweise auch mit Informationen zur Anreise per öffentlichem Nahverkehr.

Den Abschluss bildet eine Übersichtstabelle aller behandelten besonderen Vogelarten mit Angaben zu den Bundesländern und konkreten Orten, an denen diese mit etwas Glück zu beobachten sind. Dies ermöglicht es, gezielt Orte für eine Wunschvogelart schnell zu finden.

Dieses Buch ist eine klare Empfehlung für alle, die gezielt Arten aufspüren möchten, Inspirationen für naturkundliche Ausflüge suchen und alle relevanten Informationen ansprechend aufbereitet in einem Band vereint haben wollen.

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